Eine Renaissance für blühender Wegraine, eine Notwendigkeit.

Die biologische Vielfalt oder Biodiversität ist weltweit bedroht. Blühende Wegraine alleine kann dies auch nicht verhindern. Aber die naturnahe Gestaltung dieser Wegraine ist ein wichtiger und notwendiger Beitrag, um Pflanzen und Tieren, auch bei uns in Luxemburg ein kleines Refugium zu bieten. Feld und Fahrrad Wege werden auch vom Erholungssuchenden Menschen genutzt, und blühende Wegraine könnten dem Menschen Naturerlebnisse quasi vor der Haustüre schenken. All das ist jedoch nur möglich, wenn Wegraine so entwickelt und behandelt werden, dass sie auch diese Möglichkeiten für Natur und Mensch erfüllen können.

Naturschutz nur eine Randerscheinung ?

Welcher Stellenwert der Naturschutz in Luxemburg besitzt, erkennt man allzu deutlich an den bestehenden Wegrändern. Dabei mangelt es mal nicht an Geld Mitteln, wie man bei den Naturschutz Projekten entlang den von mir besuchten Wegen sieht. Nein es ist beschämend und bezeichnend das es Naturschutz nur am Rande gibt. Leider nicht am Wegesrand, sondern am Rande des alltäglichem Geschehen. Die Gemeinden sind in Luxemburg zu einem der wichtigsten aktiven Akteure im Naturschutz geworden. Vorbei die Zeiten wo oft wenige lokale ehrenamtlichen Naturschützer mit bescheidenen Mitteln versuchten gegen den Verlust an Natur und Artenverlust anzugehen. Vorbei ist leider die Zeit noch nicht wo Naturschutz etwas alltägliches, etwas Selbstverständliches geworden ist. Sind Wahltermine angesagt, sind täglich Einweihungen von kommunalen Naturschutz Projekte in der Presse zu finden. Nein gehöre Naturschutz zum Alltag bräuchte es diese unsinnige und zur Satire verkommende Schilder mit Fauchage tardif  oder „Zum Wuel vun eiser Natur gët hei nët all Dag geméint“ nicht. Nein würde Naturschutz ernst genommen, und dies in kommunalen Grünflächen oder entlang von Wegränder praktiziert, diene diese Grünanlagen als Beispiel und gebe auch dem Bürger Anreize. Mit Informationen und Aktionen, das Natur und Naturschutz etwas Positives auch für den Menschen ist, gäbe es für Schottergärten, oder exotische Pflanze in Gartenanlagen keinerlei Entwicklungsraum. Naturschutz braucht Rückgrat, heute ein bisschen Naturschutz und Morgen Tabula rasa, dies ist keine ökologische oder nachhaltige Gemeinde Politik. Naturschutz ist auch kein Wunsch Konzert. Information und Wissensvermittlung  sollten bei allen Naturschutzbemühungen im Vordergrund stehen, um Ängsten oder Vorurteilen abzubauen. Der Wille zu mehr Natur ist durchaus bei den meisten Kommunalen Verantwortlichen vorhanden. Einfach Natur sein, oder Natur sich entwickeln lassen, dies ist unspektakuläre und braucht Geduld. Eine ökologische Pflege von Wegränder ist ein Vorhaben was wenig Geld, jedoch viel Zeit, Durchsetzungsvermögen und Geduld in Anspruch nimmt. Eine weitere grundsätzliche wichtige Voraussetzung zu einer Naturnahen Pflege in den Gemeinden ist:

Information und Weiterbildung der Mitarbeiter der technischen Dienste.

Anspruch und Anforderungen an den Technischen Dienst sind heute vielseitig und sehr hoch. Daneben sind die Ansprüche von seitens der Bevölkerung oft sehr Widersprüchlich. Jeder möchte blühende Landschaften, doch Brennnessel und andere Kräuter beim Grundstück oder beim Wegrand möchten einige auch nicht. Kein Wunder die meisten privaten Grünanlagen sind auch nicht immer Natur Oasen. Eine ökologische Pflege bedeutet meist eine Änderung von Gewohnheiten, sowohl was Arbeitsläufe wie Einsatz von Maschinen und Geräte betriff. Weiterbildung wie Motivation etwas Sinnvolles zu leisten, ist wichtig da die meisten Mitarbeiter des Technischen Service in den Gemeinden bestrebt sind eine gute Arbeit zu leisten.

Information und Sensibilisierung bei den Bürger.

Biologische Vielfalt oder Biodiversität, ist eine Chance und ein Glücksfall, wo diese noch vorhanden ist. Dies gilt es zu verdeutlichen, und dies sehen viele Menschen auch so, die meisten Urlaubsziele befinden sich, wo es diese ursprüngliche Natur noch zu erleben gibt. Dem Erholungsuchenden ob Einheimisch oder Tourist, ob Wanderer, Radler, es gilt in Luxemburg den Landschaften eine Wertschätzung zu geben. Luxemburgs Landschaften haben großes Potential, sind sehr verschieden, dies in der Geologie, aber auch in der Qualität. Außerhalb der Wälder und Naturschutzgebieten sind die landschaftlichen Defizite die es überall in Luxemburgs Landschaften gibt schnell erkennbar. Dies sind auch eine Chance die es mit einer Naturnahen Gestaltung der Wegränder  zu ergreifen gilt

Naturschutz und Landwirtschaft

Landwirtschaft und EU.

Luxemburg hat ein durch die Landwirtschaft stark geprägtes Landschaftsbild: 53 Prozent der Landesfläche Luxemburgs werden landwirtschaftlich genutzt. Das sind 131 160 ha Agrarfläche, wovon 62 040 ha beackert werden; die restliche Fläche ist von Dauergrünland bedeckt. Die landwirtschaftliche Praxis hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Menschen im ländlichen Raum. Die Tätigkeiten der Landwirtschaft beeinflusst die Beschaffenheit unserer Landschaften und die Vielfalt von Tieren und Pflanzen, und nehmen einen großen Einfluss auf die Qualität von Wasser, Böden und Luft sowie auf das Klima. Wesentlich bestimmt wird unsere Landbewirtschaftung von der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU - auch kurz GAP genannt. Jedes Jahr fließen rund 40 Prozent des EU-Haushalts in die Agrarförderung. Das sind etwa 58 Milliarden Euro. Im Durchschnitt bezahlt jede Bürgerin und jeder Bürger der EU also pro Jahr 114 Euro für die EU-Agrarpolitik.

Die Industrialisierte Landwirtschaft

Eine steigende Industrialisierte Landwirtschaft wird zum Problem für Artenvielfalt und Umwelt. Eine naturverträgliche Landnutzung ist notwendig für das Überleben vieler geschützter Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Landwirtschaft jedoch zu einem wesentlichen Faktor für die Belastung der Umwelt und das Artensterben geworden. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion führte zu einem massiven Verlust an artenreichem Grünland, zu einer Monotonisierung der Landschaft durch Verengung von Fruchtfolgen und Vergrößerung von Ackerschlägen, zur übermäßigen Nährstoff- und Pestizidbelastung des Grund- und Oberflächenwassers, zu einem vermehrten Anbau von Energiepflanzen sowie zu einem Verlust an ökologischen Rückzugsflächen wie Brachen. All das hat die Lebensräume für viele Arten und auch ihre Nahrungsgrundlage drastisch eingeschränkt.

Die Kulturlandschaft

Die Landschaft ist in Luxemburg ist eine vom Mensch geprägte Kulturlandschaft. Dies gilt sowohl für die Wälder aber noch mehr für die offene Landschaft. Diese sogenannte Kultur Landschaft hat auch heute noch eine sehr wirtschaftliche Bedeutung, und ist die Grundvoraussetzung zur Erzeugung unserer Lebensmittel. Immer mehr wird  der Artenarmut in der heutigen Kulturlandschaft, die eine agrarische Produktionslandschaft geworden ist, beklagt. Zahlreiche Naturschutz und Umweltschutz Maßnahmen mit durchaus nennenswerte Finanzmittel werden eingesetzt, um Abhilfe zu schaffen. Der Erfolg ist sehr begrenzt.

Der Landwirt im Teufelskreis?

Monokulturen, Pestizide, Verlust von Lebensräumen. Tausende Insekten und andere Tier und Pflanzenarten gelten als bestandsgefährdet, extrem selten, ausgestorben oder verschollen. Für dies trägt die Landwirtschaft, also der Landwirt die Verantwortung, die Schuld?

Der Gedanke ist naheliegend: Landwirte leben und arbeiten mit der Natur. Denn die natürlichen Ressourcen bilden ihre Einkommensgrundlage. Die Interessensgruppe der Bauern müsste sich also am meisten für den Naturschutz engagieren. Stattdessen stoßen aber Naturschutzvorhaben gerade in diesem Berufsstand häufig auf Widerstand. Auf der anderen Seite immer weniger Landwirte bedeutet immer größere Kultur Flächen um immer größeren Erträge zu erzeugen. Resultat: eine Landschaft, mit viel weniger natürlichen Elementen und Arten.

Also bedeutet weniger Landwirte, weniger Natur?  Doch die Landwirtschaft wird in der heutigen Gesellschaft beim Naturschutz zum Haupt Sündenbock definiert. Dabei ist klar

Der Landwirt versucht nur wie jeder Mensch so gut es geht für ein Einkommen zu sorgen.

Landwirt bedeutet trotz modernen Maschinen, eine schwere körperliche Arbeit. Landwirt bedeutet viel Arbeit mit geringen Freizeit Möglichkeiten. Der Landwirt ist auch heute wie früher abhängig von Wetter Einflüssen, die sich immer mehr durch Klima Veränderungen als schwieriger erweisen. Der Landwirt ist abhängig sowohl von der erwähnten EU Agrar Politik, wie einem Welt weiten Wirtschaftlichen Umwelt. Ohne ein hohes Engagement kann ein Landwirt seine Arbeit mit diesen hohen Anforderungen nicht verrichten. Allein deshalb gerät der Landwirt zum Außenseiter, in einer Gesellschaft wo viele Menschen ihre Wünsche nach der Berufs Wahl nach Einkommen Höhe, und Freizeit ausrichten. Eine Gesellschaft die immer mehr verstädtert, auch in weiten Teilen von Luxemburg, verschwindet die aktive Landwirtschaft aus unseren Dörfer Daher fehlen auch immer mehr die Bindungen zu der Landwirtschaft.

Biodiversität: Lösungen statt Analysen

Bauer Willi

Ein kleines Portrait eines interessanten Landwirt und dessen Meinung

Bauer Willi ist ein Landwirt aus dem Rheinland. Der Agraringenieur bewirtschaftet einen 40-ha-Ackerbaubetrieb mit den Kulturen Zuckerrüben, Raps und Getreide. Bauer Willi hat im Fachbereich Pflanzenbau promoviert. Bis zu seinem Vorruhestand im Herbst 2014 war er für ein Familienunternehmen in der Zuckerbranche tätig und hat seinen Betrieb im Nebenerwerb geführt. Nun bewirtschaftet er seinen Betrieb als Vorruheständler und hat endlich Zeit zu schreiben. Hier findet sich weiteres über Bauer Willi https://www.bauerwilli.com/wir-sind/

Hier ein Gastbeitrag von Bauer Willi, in AGRARDEBATTEN  Kommentaren aus der Wissenschaft

„ Wenn es um Biodiversität geht, ist im zweiten Atemzug immer die Rede von „der Landwirtschaft“, die es richten soll. Weil sie schließlich – so jedenfalls Volkes Meinung – als Haupt-Verursacher für den Artenrückgang ausgemacht ist. Und das stimmt sogar: es ist die Aufgabe der Landwirte, Lebensmittel in höchster Qualität zu erzeugen. Das geht in der Regel nur mit dem Anbau einer einzigen Kultur auf einem Feld. Alles, was nicht dorthin gehört, muss weg. Das kann mit Herbiziden geschehen, mit mechanischer Bekämpfung oder auch von Hand. Das Ergebnis ist das gleiche: eine Kultur auf einem Feld. Dass es auch andere Ursachen für den Rückgang der Arten gibt, sei am Rande erwähnt, spielt aber in der öffentlichen Diskussion meist eine untergeordnete Rolle. Übrigens zu Unrecht.

Wenn wir Landwirte also zu mehr Natur- und Artenschutz beitragen sollen, sind nach meiner Auffassung folgende Kernthesen zu beachten, um tatsächlich zu Lösungen zu kommen:

Klare Benennung der Ziele und der Zielkonflikte. Humuserhalt bzw. Humusaufbau und gleichzeitig mehr Bodenbearbeitung schließt sich aus. Wer Erosion verhindern will, sollte möglichst auf den Pflug verzichten.

Macht Naturschutz einfach. Lasst uns mit unnötigen Formularen, Handlungsanweisungen und sonstigen Vorschriften in Ruhe. Sagt uns Bauern, was ihr haben wollt und wir machen das. Wenn wir einen Ratschlag brauchen, sollten wir jemanden haben, der uns das in unserer Sprache sagen kann. Statt Beratungseinrichtungen abzubauen, ist mehr Beratung nötig. Statt Ordnungsrecht und Kontrollen ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit so wichtig wie nie.

Naturschutz muss, wenn er erfolgreich sein soll, ein Betriebszweig wie jeder andere werden. Ob ich Zuckerrüben, Raps, Getreide oder Naturschutz mache: jeder Betriebszweig muss sich lohnen und zum Betriebsgewinn beitragen. Begriffe wie „Ausgleichszahlungen“ oder „Aufwandsentschädigungen“ sagen ja schon alles. Typisch Verbraucher: maximale Leistung erwarten und möglichst wenig dafür bezahlen. Beim Geld zuckt jeder, die Diskussion wird „unerfreulich“ und das Gegenüber „schmallippig“.

Wir Bauern planen langfristig. Wenn es um die Fruchtfolge geht, sind das schon mal schnell 5 Jahre. In der gleichen Zeit ist der ein oder andere Naturschützer möglicherweise schon zum Abteilungsleiter aufgestiegen oder hat einen Posten im Bundesumweltministerium gefunden. Es wäre also gut, wenn vereinbarte Maßnahmen und Verträge mindestens 5 Jahre gelten würden. Und in der Zeit dazwischen lasst uns bitte in Ruhe.

Was brauchen wir Landwirte sonst noch zur Zielerreichung?

Wir wollen gerne mit erweiterten Fruchtfolgen arbeiten. Die sind aber nur möglich, wenn die entsprechenden Produkte auch vermarktbar sind. Beispiel: Mehr Leguminosen kann man sich ja wünschen, aber sie müssen auch vom Markt zu entsprechenden Preisen abgenommen werden. Das ist derzeit nur bedingt der Fall. Somit muss deren Anbau, so er denn erwünscht ist, auf andere Weise honoriert werden.

Ich kann auch Leindotter, aber wohin damit?

Wir Landwirte düngen gerne organisch, weil sich organischer Dünger positiv auf den Boden auswirkt. Die neue Düngeverordnung schränkt deren Einsatz aber stark ein (Beispiel: Herbstdüngung). Eine generelle Düngung unterhalb des Bedarfes (z.B. 20% unter Bedarf) führt zu Mindererträgen und somit zu Mindererlösen. In der letzten Konsequenz bedeutet es die Unwirtschaftlichkeit des Betriebes, wenn es keinen entsprechenden finanziellen Ausgleich gibt. Dies ist der Gesellschaft aber kaum vermittelbar. Daher sollten restriktive Maßnahmen auf die wirklichen Problemgebiete beschränkt bleiben, die neu zu ermitteln sind. Mit 700 Nitrat-Meßstellen und einem Belastungsmeßnetz wird das nicht gehen. Gegen eine parzellenbezogene Düngebilanz wäre nichts einzuwenden, wenn auch die Problemfälle möglichst kleinräumig ausgemacht werden können. Oder man erklärt gleich ganz Deutschland zum „Roten Gebiet“.  

Pflanzen können krank oder von Schädlingen befallen werden. Es ist Ziel jedes Ackerbauern, egal ob bio oder konventionell, dies zu verhindern. Im Falle der Erkrankung (Schädlingsbefall) wird er jedoch alles unternehmen, um diesem entgegenzuwirken. Um möglichen Resistenzen im Vorfeld zu begegnen, braucht er eine breite Auswahl von entsprechenden Möglichkeiten. Wenn diese Pflanzenschutzmittel dazu möglichst viele Nützlinge schonen und sich möglichst schnell abbauen, ist das von Vorteil. Da dies aber nicht immer gewährleistet werden kann, ist Nutzen und Schaden gegeneinander abzuwägen. Mit einem reinen Vorsorgeprinzip können wir Pflanzenschutz nicht betreiben.

Mehr Vielfalt, eine Vernetzung der Landschaft, Rückzugsgebiete für gefährdete Arten, Schaffung von neuen Habitaten und viele andere Maßnahmen sind möglich und machbar. Dazu sind z.B. Brachen sicher eher geeignet als Zwischenfruchtanbau, der von den Landwirten als einfachste Maßnahme gesehen wird, die Greening-Auflagen zu erfüllen. Wenn diese Brachen dann noch mehrjährig sind, die Auswahl der Einsaat regional angepasst und regionale Gegebenheiten (Boden, Klima) berücksichtigt werden, kann dies nur zum Erfolg führen. Statt einer schleichenden Ökologisierung durch immer mehr Auflagen, dem Verbot von immer mehr Pflanzenschutzmitteln und der gesetzlichen Düngerreduktion nach der Rasenmäher-Methode liegt die Lösung vielmehr in einer Trennung von Naturschutz und produktiver Nahrungsmittelproduktion.

Wer Magerrasen haben will, kann Magerrasen bekommen. Wir können auch Schmetterlinge. Aber eben nicht zum Nulltarif.

Die einfachsten Grundlagen der Biologie sind vielen Mitbürgern nicht mehr präsent. Das Wissen über Landwirtschaft tendiert gegen Null. Nitrat ist kein Gift und Monokulturen (ausschließlich eine Pflanzenart auf einem Feld) müssen sein. „Pestizide“ dienen dazu Krankheiten (engl.: „pest“) abzuwehren. Diese Zusammenhänge werden auch von Wissenschaftlern und in besonderer Weise auch von Naturschützern nicht mehr vermittelt oder sogar gegen die „industrielle Landwirtschaft“ verwendet. Die Kommunikation dieser Sachverhalte ist von den Landwirten (alleine) nicht leistbar. Hier kommt der Wissenschaft, den Bildungseinrichtungen und damit auch der Politik eine große Aufgabe zu, die aber derzeit kaum wahrgenommen wird. Geredet darüber wird viel, passieren tut nichts. Ein Blick in unsere Schulbücher reicht.

Wie sagte es neulich der Präsident des BUND in einem Interview in top agrar:

„Gebt den Landwirten ihre Würde zurück.“

Mein Appell an Wissenschaft, Politik und Naturschützer:

Helft uns Landwirten, der Natur zu helfen. Die Probleme sind alle beschrieben, die Lösungen liegen auf dem Tisch. Ob das Geld dafür aus der ersten, zweiten oder einer möglichen dritten Säule kommt, ob die gesellschaftlichen Leistungen nach einem Punktesystem oder was auch immer bewertet werden, ist mir völlig egal. Ich will von meinem Betrieb leben können. Ich will mich nicht als Umweltsünder fühlen müssen. Ich verstehe mich als Unternehmer, der für eine (öffentliche) Leistung auch (öffentliches) Geld bekommt, keine Almosen.

Übrigens: unser Heizungs-Bauer hat mir gerade eine Rechnung geschickt. Stundensatz 90 € plus Mehrwertsteuer. Ich bin ja auch Bauer… 

Ihr Bauer Willi

P.S.: Wie es zwischen Bürgern, Bauern und Naturschützern klappen kann, zeigen die folgenden Links:

https://www.change.org/p/bundesumweltministerium-gemeinsam-f%C3%BCr-bienen-und-klima

https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/ina/Dokumente/Tagungsdoku/2018/2018-Vilm_11Punkte_final_clean.pdf

 

Diesen klaren und ehrlichen Worten von Bauer Willi passen wohl auch  die Situation in Luxemburg.

 

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