Keine Blühende Vielfalt am Wegesrand?

Über 300 km Fahrrad und Feldwegeränder unter Beobachtung.

Luxemburg verfügt über ein ausgedehntes und stetig wachsendes  Straßen und Wege Netz, indem auch ein deutlicher Zuwachs an Fahrradwege zu verzeichnen ist. Die Biodiversität dagegen ist in den meisten Landschaften von Luxemburg deutlich im Rückzug. Bieten Feld- und Wegraine der Natur wenigstens eine kleine Zuflucht Möglichkeit ? Dieses war eine von vielen Frage Stellungen, die mich bewogen um Wegeränder entlang von Feld und Fahrrad Wege im Westen von Luxemburg etwas genauer zu beobachten. Zu diesen Beobachtungen zählten fast alle Fahrradwege der Gemeinden Beckerich, Ell, Garnich, Helperknapp, Hobscheid, Käerjeng, Mamer, Préizerdaul, Redingen, Rambruch, Saeul, Steinfort, Useldingen, Vichten, wie Wahl. Die Fahrradwege wanderte ich teilweise mehrmals ab, und dokumentierte diese mit Fotos. Zu meinen Beobachtungen gehörten auch sämtliche Feldwege in den Gemeinden Koerich, Hobscheid und Steinfort, sowie einige kommunale Grünanlagen. Zu meiner Auswahl zählten nur die Wege Infrastrukturen die einer Land/Forstwirtschaftlichen oder Freizeit Nutzung dienen. Straßen, die Sicherheit, Winterdienst und anderen Argumenten Rechnung tragen müssen, habe ich generell aus intensiveren Beobachtungen ausgeschlossen. Bei über 300 Kilometer Wegraine, entlang den Fahrradwegen (plus Feldwege), gab es für mich bald eine nüchterne aber deutliche Erkenntnis. Neben einigen (zum Teil überpflegten) Hecken und Baumgruppen, die noch an einigen wenigen Wegränder anzutreffen sind, gibt es hier ansonsten wenige Lebenszeichen von natürlichen Lebensformen. Meist sind alle Wegraine wie die Grünanlagen extrem überpflegt, ein Spiegelbild der sonstigen Kulturlandschaft, mit wenig blühender Vielfalt. 

Pflegezwänge an Wegränder, Grünanlagen und Hecken.

Es scheint in Luxemburg ein unermüdliches kommunales Bemühen zu bestehen, ob am Weges Rand oder in eine Grünanlage, ein total gepflegtes, ein womöglich ganzjähriges immer grünes Bild zu bieten. Grün wird mit Natur gleichgestellt. Dieses in unserer Gesellschaft weit verbreitetes Bild führt deutlich zu einem regelrechten Pflegezwang an den Wegrändern, Grünanlagen wie auch Hecken. Was bedeuten diese übermäßige Pflege Maßnahmen für die Natur, für die verschiedenen Lebensräume. Welche Pflege ist an den Wegrändern überhaupt notwendig, welche überflüssig. Dies versuche ich an Hand von einigen konkreten Beispielen im folgenden Beitrag darzustellen. Darüber versuchte ich auch zu ergründen, wer fordert, wer braucht, oder wer verlang welche Pflegemaßnahmen entlang dieser Wege. Aus diesem habe ich viele Gespräche mit Nutzer dieser Feldwege, und eine kleine Umfrage bei  Verantwortliche für die Pflege Arbeiten im kommunalen Dienst geführt. Siehe  Umfrage bei den 16 Gemeinden

 

 

 

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