Der Oberlauf der Eisch, ein gebändigter Bach.

Nach dem Zusammenfluss mit der „Wëlleschbaach“ , fließt die Eisch parallel mit dem Fahrradweg PC12 (ehemaligen Eisenbahnlinie Attert) , begleitet von einer üppigen Stauch Vegetation etwa 300 Meter auf dem Gebiet des Belgischen Königreichs.

Mit einigen sanften Schlenker versehen wie es sich für so ein Fließgewässer gebührt, erreicht die Eisch den Waldesrand und ist von dort aus ein Grenzfluss.

 

Eine gedemütigte Natur.

Seit Jahrzenten ist die Eisch, besonders in den von der Landwirtschaft genutzten Landschaftsteilen, ein an der Richtschnur gezogener, gebündelter und tiefer gelegener Bach. Die Eisch (leider nicht nur die Eisch) befindet sich dort in einem Umfeld in der es noch immer gilt jegliche Natur auf ein Minimum zu zähmen. Nur in der Nähe des Waldes sind einige Ausbrüche erlaubt. Ursprünglich floss die Eisch  in wilden Schleifen überall durch die Wiesen und Landschaft. Deutlich erkennbar dieses wilde mäandrieren auf den Karten, erstellt in den Jahren 1771 bis 1777 von Generalleutnants Joseph Johann von Ferraris.

Diese gedemütigte Natur entlang der Eisch ist kein rein Belgisches Problem, dies wird  bei Grass (Gemeinde Steinfort)  wie des Weiteren bei Kahler (Gemeinde Garnich) sehr deutlich .Von Grass  bis Kahler circa 1,5 km, wo sich die Eisch nun ausschließlich auf Luxemburgischen Gelände fließt,, gibt es nur eine Handvoll Sträucher oder Bäume.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An den schmalen Ufern der Eisch befinden sich ausschließlich hohe Brennnessel Bestände. So könnte  die Brennnessel, die ansonsten als wichtige Futterquelle für z.B. Schmetterlingsraupen gilt, eine Bereicherung sein, doch was nutz dies in einer Landschaft wo Insekten wie Schmetterlinge kaum umfassendere Grundlagen haben zur Existenz. Übrigens dieser Zustand übiger Brennnessel bestände, begleitet die Eisch von nun an bis zur Mündung. Die Brennesel als absoluter Stickstoff Anzeiger zeigt deutlich das eigentliche Problem: 

Eine total überdüngte Landschaft, die einer Landwirtschaft dient, die über Jahrzehnte auf billige Produktion getrimmt wurde, auf Kosten von Natur, Umwelt und Landwirte .

Problematische Wasserqualität der Eisch.

Deutlicher Nährstoff Eintrag durch die Landwirtschaft, wie langsam fließend, ohne Begleitende und Schattenspendende Sträucher oder Bäume. Die Eisch genießt im Oberlauf wenig Schatten, ist so auf Großen  Strecken  der Sonne ausgesetzt, was zu einer hohen Wassertemperatur mit wenig Sauerstoffanteile führt. Dies ist für die meisten Bewohner  solcher Fließgewässer nicht förderlich, so dass sich die Eisch hier nur für sehr wenige Tiere als Lebensraum anbietet.

Die Eisch ist somit die Leittragende, einer kränkelte Landschaft.

Die eigentlich für ein Fließgewässer wichtigen natürlichen Entfaltungsmöglichkeiten und Selbstreinigungsmöglichkeiten, sind weit und breit nicht vorhanden. Am Oberlauf der Eisch gibt es außer der Brennesel nicht nur keine nennenswerten Pflanzen, es gibt auch hier kaum Feuchtwiesen oder Feuchtgebiete, sogar nach einem Hochwasser sind die Wiesen im Nu wieder trocken.

Kein Wunder wurden diese doch intensiv dräniert und die Eisch tiefer und gerade gelegt. Die wie am Reisbrett vorgesehene Linie ist somit für die Eisch die einzige Möglichkeit sich durch  eine von der Landwirtschaft dominanter Landschaft zu bewegen. Dieser Zustand ist in einer Zeit mit Klimaveränderungen mit extremen Wetterlagen, darunter Große Trockenheit Perioden sowohl in den Winter wie Sommer Monate sehr Bedenklich.

Auch gibt es beim Oberlauf der Eisch deutliche Verbesserungsbedarf bei der Klärung des Schmutzwassers, sprich Kläranlagen (die vorhandenen sind extrem veraltet). Positiv, sowohl auf Belgischer wie Luxemburgischer Seite gibt es nun Bemühungen wenigstens diesen desolaten Zustand zu Verbessern.

Bei der Ortschaft Kahler bekommt die Eisch zumindest einige Begleitente Sträucher und Bäume, doch schnurgerade geht es zur Unterführung der Autobahn Lux -Arlon A in einem Betonkleid. Weiter ohne Beton, aber „Linien treu“, begleitet nur von der Brennesel zieht es die Eisch wie  zum Hohn entlang des Naturschutzgebiets „Dräibrecken“ bei Hagen (Gemeinde Steinfort), wo die einstigen Mäander der Eisch als Feuchtgebiet renaturiert wurden, die Eisch selber aber  nicht eingeladen wurde.

Siehe die Eisch zwischen Kahler und Hagen auf der  Ferraris Karten, erstellt in den Jahren 1771 bis 1777 

 

 

Doch ab den „Dräibrecken“   bei Hagen  gibt es nun eine schöne Baum und Strauch Begleitung für die Eisch, auch wenn hier die einstigen Mäander  verschwunden sind (Siehe die Eisch zwischen Hagen und Steinfort auf den Karten von Generalleutnants Joseph Johann von Ferraris), und die Wiesen trockengelegt, gewinnt der Lebensraum Eisch mit dieser Begleitvegetation auch Landschaftlich an Bedeutung.

Doch nach dem Erreichen der Ortschaft Steinfort, kommt es wieder für  die Eisch heftig,so geht es nach passieren des Schwimmbad, von nun an für die Eisch in den Underground.

Komplett unterirdisch in ein Betonkorsett gepresst, kommt die Eisch erst ab der Höhe des Gemeindesitzes ans Tageslicht. Es bleibt jedoch ein strenges naturfeindliche Beton/Steinkorsett. Die Eisch zieht  vorbei an Grünanlagen- als Kanal, und Erinnert sich an die Stolze Zeiten der früheren Eisenindustriegeschichte von Steinfort, deren Spuren hier noch sichtbar  sind.

 

 

 

 

 

 

 

Die Befreiung.

Erst im Walde  Richtung Clairfontaine, kommt es zur einer  Befreiung von der Naturfeindlicher Verbauung. Befreit von ihren Fessel, blüht nun die Eisch inmitten einer Waldlandschaft auf, Eisvogel, Graureiher sogar der Schwarzstorch finden sich  somit öfters zur Begrüßung  ein.

Auch wird die Eisch wieder zum Grenzfluss mit Belgien, und ab hier beginnt nun für die Eisch das Natura 2000 Schutzgebiet.

 
 
 

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