Eine sonderbare Geburt der Eisch.

Die Eisch, luxemburgisch Äisch, ist schon was Besonderes.

Das  fängt schon mit einer etwas merkwürdigen Geburt der Eisch an.

In den meisten Beschreibungen zur Eisch heißt es:

 "Die Eisch entspringt in Sélange in der Gemeinde Messancy in der belgischen Provinz Luxemburg und erreicht nach etwa 2 Kilometern das Großherzogtum Luxemburg".


Beim näheren  Betrachten vor Ort, und einer genauen Analyse des Kartenmaterials, muss man dies mit der Geburt der Eisch etwas anders bewerten.

Eine Quelle die den Name Eisch oder Äisch trägt, gibt es nicht.

Man findet weder bei  Sélange, noch auf der luxemburgischer Seite bei den Ortschaften Clemency wie Fingeg  (Gemeinde Bascharages  Lux) einen Punkt wo man sagen kann, hier entspringt die Eisch.

Feuchtgebiete bei Clemency und Fingeg. 

Doch gibt es in der Region und in der Nähe der Entstehung der Eisch, sehr viele kleine Fließgewässer und Feuchtgebiete.

So befindet sich etwas südlich bei Fingeg   eines der bedeutenden Feuchtgebiete Luxemburgs, das  Hochmoor „Boufferdanger Muer“,  ein  Naturschutzgebiet  seit 1988, Größe: 21,5 ha davon 1,3 ha Moor.

Bouferdanger Mouer

 

650 Meter westlich neben dem Boufferdanger Muer,  etwa näher an Clemency gibt es am Ort genannt „Mierkaul“ ein weiteres 71,81 Ar großes Feuchtgebiet.

Mierkaul

Etwa 1 km nördlich vom  „Boufferdanger Muer“, direkt bei Fingeg gibt es am Ort genannt „Mäerchen“ ein weiteres Feuchtgebiet.

Auffallend bei diesen 3 Feuchtgebieten:  Sie befinden sich alle auf einer Anhöhe so in etwa 350 bis 360 Meter über  dem Meeresspiegel. Die Geburt der  Eisch befindet sich etwa 50 Meter tiefer, bei 320 Meter über  Meeresspiegel.

Im Umkreis von Clemency wie Fingeg   befinden sich noch weitere etwas kleinere solchen stehende Gewässer.

Auch direkt beim Entstehungs Gebiet  der Eisch, drei Gelände die zum Teil als Fischteiche genutzt werden, so direkt am Eingang von Clemency, die Etangs de Clemency (öffentliche Fischteiche) 

Etang de Clemency

 

und etwa westlicher direkt an der belgischen Grenze ein privat genutzter Fischteich.

bei Selange

Auf der Belgischen Seite direkt an der Grenze gibt es ein sehr schönes und  großes Feuchtgebiet, wo ein Teil davon als private Freizeitanlage genutzt wird.

Aus vielen kleinen Fließgewässer bei Clemency und Fingeg entwickelt sich: die Eisch.

Um dieser Region bei Clemency, Fingeg, Sélange gibt es zahlreiche kleine Fließgewässer, z, Teil sind es nur kleine Wasserrinnen, von denen aber die meisten ganzjährlich Wasser führen.

So entspringt die  „Falterbaach“ direkt unterhalb vom Feuchtgebiet  „Boufferdanger Muer“.

Klein und schmal zieht die „Falterbach“ parallel mit dem Fahrradweg PC12 nach Clemency. Begleitet wird die

 kleine „Falterbaach“ von einer teilweise sehr breiten und schönen  Strauch und Baum Vegetation, bis zum Fußballfeld in Clemency. 

Hier fließt die „Falterbaach“, in die hier entspringende „Millebaach“. 

Die „Millebaach“ durchquert Clemency, und trifft bei den Etangs de Clemency, auf die von Fingeg kommende „Këschel“.

Die „Millebaach“ verlässt Clemency nun in Richtung Grass ,

 

bei  der „Schockemillen“  gesellt sich noch die „Menschbaach“ dazu , die nahe der Grenze  in einer Feuchtwiese entspringt.

Auf verschiedenen Karten wie  Geo Portail oder Openstreetmap  heißt ab hier die „Millebaach“ nun : Eisch.

Aus den zum Teil kleinen Rinnsalen ist nun auch ein stattliches Bächlein geworden, die entstandene Eisch  bildet ab hier die Grenzte mit Belgien.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ausgang vom Waldgebiet  genannt „Schockheck“ verläuft die Grenze etwas nach rechts, die Eisch bleibt auf ihrem Kurs und fliest nun ins Belgische Königreich, um sich nach circa 200 Meter später mit der  „Welleschbaach“ zu vereinen.

Die „Welleschbaach“ , entspringt Nord/östlich von Fingig, oberhalb eines Waldgebiets, circa 200 Meter unterhalb des Feuchtgebiet „Mäerchen“.

Die „Wëlleschbaach“ entspringt bei Fingig,  und ist im Oberlauf  ein schönes Waldbächlein, behält auch in den Wiesen bis zur Mündung eine mit Bäumen und Sträucher begleitenden  Verlauf.

 Bei der „Schockheck“ in der Nähe des Fahrradweg PC 12  durchzieht die Eisch eine struckturreiche Landschaft, versehen mit Hecken, Bäumen ,(Feucht) Wiesen, Feuchtgebiete und kleinen Wälder, dies auf beiden Seiten der Grenze.

 

Fazit:

Die „Millebach“ ist das deutlich größte Fließgewässer in dieser Region bei Clemency-Fingeg und Selange.

Der Ort wo „Millebach“ und die „Menschbaach“  nahe der „Schockemillen“ zusammentreffen, kann wohl als Geburt der Eisch betrachtet werden. Wem dies zu einfach ist kann es auch so sehen: Vater der Eisch ist die Falterbach, nachdem es zur Begegnung mit der  jungen Millebach gekommen ist, kommt es 9 Monate.?...., nein etwa 900 Meter später zur Geburt der Eisch.

Die Eisch entsteht also bei Clemency (Gemeinde Bascharage), und besucht als junges Bächlein das Belgische Königreich an einem Ort voller Schönheit und Naturverbundenheit.

 

Selange?

Etwas unterhalb von Selange auf der Belgischen Seite entspringt ein kleines Bächlein ohne Name (Siehe Karte), dieses Rinnsal findet die Eisch nachdem passieren

eines schönes Feuchtgebiet, einige Meter nachdem die Welleschbach in die Eisch geflossen ist.   

 

 
 

 

 
 

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